Die Bürgerinformation zur Marktplatzumgestaltung war sehr gut besucht.

Marktplatz-Umgestaltung: Gemeinde einladend gestalten

Der Rat der Gemeinde Eitorf entsprach in seiner Sitzung Anfang der Woche dem Bürgerbegehren gegen die Umsetzung und Erneuerung des Marktplatzes nicht. „Wir wollen das Zentrum stärken und Eitorf attraktiv für die Zukunft aufstellen“, sagten die beiden CDU-Fraktionsvorsitzenden Toni Strausfeld und Roger Kolf.

Nun folgt im Sommer ein Bürgerentscheid. Dann sind die Eitorferinnen und Eitorfer aufgerufen über die Weiterentwicklung ihres Zentrums zu entscheiden. Informationen zur Zukunft des Marktplatzes gab es bei der Bürgerinformation Anfang April unter dem Motto „Ja zur Stadtentwicklung! Nein zum Stillstand!“ Rund 350 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen. Neben Ursula Mölders, geschäftsführende Gesellschafterin der Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH, Köln, die die Veranstaltung moderierte und einen Rückblick und Ausblick auf die bisherige Planung und weitere Vorgehensweise gab, referierte Dr. Reimar Molitor, geschäftsführender Vorstand Region Köln Bonn, zu „Eitorf im Kontext regionaler und kommunaler Herausforderungen der räumlichen Entwicklung“.

Dr. Reimar Molitor verwies in seinem Vortrag auf den demografischen Wandel und dass aufgrund von Flächenknappheit Eitorf immer interessanter als Wohnort werde. „Die Rheinschiene platzt aus allen Nähten. Junge Familien, die Eigentum suchen, kommen nach Eitorf, wenn Sie es wollen. Das große Plus, das Eitorf hat, ist die sehr gute Bahnanbindung“, sagte Molitor. Doch dann müsse investiert und die Gemeinde einladend gestaltet werden. Wer nicht investiere bleibe stehen.

Nach Molitor Vortrag gab Ursula Mölders einen Rückblick und Ausblick zur Entwicklung Eitorfs und erklärte noch einmal, dass die Bezirksregierung Köln keine Fördergelder für den Erhalt der Parkplätze auf dem Marktplatz bewillige. Die sind allerdings dringend notwendig, um das Projekt in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro stemmen zu können. In der anschließenden Podiumsdiskussion war die Parkplatzsituation natürlich das großes Thema. Für die rund 60 Parkplätze, die bei der Umgestaltung des Marktplatzes wegfallen würden, sollen nach Information von Planern und Verwaltung 52 Parkplätze neu geschaffen werden, nämlich 16 Kurzzeitparkplätze an der Südseite des Marktes, 16 Parkplätze hinter dem Rathaus und 20 weitere hinter der Kirche. Hinzu kommen zwei bis drei Behindertenparkplätze. Die Bauarbeiten sind in zwei Bauabschnitte, die jeweils ein Jahr dauern, geplant. Die Erreichbarkeit der Geschäfte ist in dieser Zeit gewährleistet. Und auch die Kirmes kann stattfinden. Abschließend wies Mölders darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger auch in der Zukunft bei Versammlungen ihre Ideen zur Gestaltung einbringen können.